Studienplatztausch im Medizinstudium
Ein Studienplatztausch im Medizinstudium ist der direkte Wechsel des Studienorts durch den Tausch des Studienplatzes mit einer anderen Person unter bestimmten Voraussetzungen.
Ein Medizinstudium an einer Privatuniversität bietet eine Alternative zum NC-beschränkten Studium an staatlichen Hochschulen – dieser Artikel erklärt die Zulassungsvoraussetzungen, Kosten, Vorteile und Karrierechancen.
DDer Traum vom Medizinstudium bleibt für viele unerreichbar, da der Numerus Clausus (NC) bei staatlichen Unis oft sehr hoch ist. Privatuniversitäten in Deutschland bieten für Studenten eine Alternative. Dort ist es möglich, Medizin zu studieren, auch ohne ein Spitzenabitur. So kann man später als Arzt oder Ärztin mit Zulassung arbeiten.
Jährlich bewerben sich etwa 50.000 Interessierte um einen Platz in einem Medizinstudium. Doch nur etwa 9.000 bis 11.000 der Bewerber und Bewerberinnen finden einen Platz an öffentlichen Universitäten. Darüber hinaus gibt es in Deutschland inzwischen mehrere private Hochschulen, die zusätzliche Studienplätze für angehende Mediziner anbieten. Ihre Zulassungsvoraussetzungen und Auswahlverfahren unterscheiden sich jedoch von denen der staatlichen Universitäten und sind keineswegs grundsätzlich einfacher.
Wer an einer privaten medizinischen Hochschule wie der Medizinischen Hochschule Brandenburg, der Universität Witten/Herdecke oder der Kassel School of Medicine studieren möchte, muss in der Regel mit höheren Kosten rechnen. Die Studiengebühren variieren je nach Hochschule und Studienabschnitt. An manchen Instituten liegen sie beispielsweise zwischen ca. 6.000 und 12.000 Euro pro Semester, können aber auch abweichende Beträge aufweisen.
Zudem können bei der Online-Bewerbung Bearbeitungsgebühren anfallen, die häufig zwischen 150 und 250 Euro betragen – auch hier empfiehlt sich, die aktuellen Konditionen der jeweiligen Hochschule genau zu prüfen.
Nach dem Abschluss des Medizinstudiums an einer privat finanzierten Hochschule, die zu einer staatlich anerkannten Approbation führt, stehen den Absolventen in der Regel gute Karrierechancen offen. Das Einstiegsgehalt eines approbierten Arztes variiert je nach Region, Einrichtung und Tarifvertrag – ein Wert von etwa 4.700 Euro brutto monatlich liegt häufig im Durchschnitt, ist jedoch nicht garantiert. Zudem bieten viele private Hochschulen kleinere Kursgruppen, moderne Ausstattung und einen hohen Praxisbezug, wobei diese Vorteile je nach Hochschule unterschiedlich ausgeprägt sein können.
Ein wesentlicher Unterschied zu staatlichen Universitäten sind die Studiengebühren. Diese variieren je nach Fakultät und liegen zwischen 12.000 € und 29.800 € pro Jahr. Studierende profitieren von einem modernen Studienangebot und Curriculum, das oft als Modellstudiengang konzipiert ist. Der Bewerbungsprozess unterscheidet sich ebenfalls: Neben der Abiturnote spielen Auswahlgespräche, praktische Erfahrung und persönliche Eignung sowie Motivation eine größere Rolle.
Trotz der Unterschiede in Curriculum und Studiengebühren führt ein staatlich anerkanntes Medizinstudium an einer privaten Hochschule zum gleichen Abschluss und zur Approbation als Arzt wie an staatlichen Universitäten. Dabei gilt, dass der Doktortitel – der durch eine zusätzliche Promotion erworben werden kann – nicht automatisch Bestandteil des Studiums ist.
An manchen Hochschulen wird der akademische Grad als „Dr. med. univ.“ verliehen, während andere den Titel „Dr. med.“ vergeben. Beide Bezeichnungen stehen für eine staatlich anerkannte Promotion im Fach Medizin. Für angehende Mediziner, die Wert auf eine praxisnahe Ausbildung und persönliche Betreuung legen, kann ein Studium an einer privaten Hochschule somit eine lohnenswerte Investition sein.
Älteste private Universität in Deutschland mit Fakultät für Gesundheit (Humanmedizin, Zahnmedizin, Pflege, Psychologie).
Bietet Humanmedizin und Psychologie an. Gemeinsam mit regionalen Kliniken (Ruppiner Kliniken, Städtisches Klinikum Brandenburg, Immanuel Klinikum Bernau) organisiert.
Ursprünglich in Salzburg (Österreich) gegründet, mit einem Campus in Nürnberg. Dort kann man das Studium der Humanmedizin beginnen und abschließen.
Deutscher Standort der ungarischen Semmelweis-Universität. Das Studium (Humanmedizin) findet überwiegend in Hamburg statt, mit Abschluss der ungarischen Universität, der in Deutschland anerkannt werden kann.
Staatlich anerkannte private Hochschule mit Studiengängen in Humanmedizin, Psychologie, Medizinpädagogik u. a.
Staatlich anerkannte private Hochschule in Berlin mit verschiedenen Studiengängen im Gesundheitsbereich. Seit einiger Zeit wird auch ein Staatsexamensstudiengang in Humanmedizin angeboten.
Kooperiert mit der University of Southampton (Großbritannien). Ein Teil des Studiums findet in Kassel statt, ein Teil in Southampton. Der Abschluss wird in der Regel sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien anerkannt.
Staatlich anerkannte private Hochschule in Hamburg. Aktuell werden verschiedene Gesundheits- und Psychologie-Studiengänge angeboten. Ob und in welchem Umfang dort ein vollständiges Staatsexamensstudium in Humanmedizin realisiert wird, kann sich ändern. Daher empfiehlt sich ein Blick auf das jeweilige aktuelle Studienangebot.
Um einen Studienplatz in Medizin zu sichern, müssen Bewerber bestimmte Voraussetzungen erfüllen. An staatlichen Universitäten ist in der Regel ein nahezu Einser-Abiturschnitt erforderlich – was sich im hohen Numerus Clausus widerspiegelt, der im Wintersemester 2024/25 in fast allen Bundesländern zwischen 1,0 und 1,2 lag. Es gibt jedoch Alternativen: An den neun privaten Universitäten in Deutschland werden neben dem Abiturschnitt auch weitere Auswahlkriterien, wie Eignungstests und persönliche Interviews, berücksichtigt.
Bewerber müssen an jeder Universität eine Kopie der Urkunde zum Nachweis der allgemeinen Hochschulreife vorlegen. An einigen Hochschulen wird zudem erwartet, dass der Lehrplan der Hochschulreife einen ausreichenden Anteil an klassischen Sprachen, wie etwa Latein mit einem Umfang von ca. 10 Wochenstunden, umfasst. Falls dieser Nachweis nicht erbracht werden kann, besteht häufig die Möglichkeit, den entsprechenden Stoff bis zum Ende des ersten Studienjahres nachzuholen. Zudem ist in der Regel eine mindestens 4-wöchige Berufsfelderkundung erforderlich, die auch in mehreren Abschnitten erbracht werden kann.
Für eine Bewerbung an einer Privatuni fallen Gebühren zwischen 150 und 250 Euro an. Die Studiengebühren liegen später zwischen 6.000 und 12.000 Euro pro Semester. Es gibt jedoch Finanzierungsmodelle, bei denen die Gebühren erst nach dem Studium bei entsprechendem Einkommen zurückgezahlt werden müssen.
An privaten Hochschulen zählt vor allem die persönliche Eignung. Bewerber durchlaufen in der Regel ein mehrstufiges Auswahlverfahren, das unter anderem einen Aufnahmetest, ein Motivationsschreiben und ein Interview umfasst, in dem neben fachlichen Kenntnissen auch Soft Skills wie Empathie und Kommunikationsfähigkeit bewertet werden.
Sollte ein Bewerber keinen Studienplatz erhalten, besteht häufig die Möglichkeit einer erneuten Teilnahme am Auswahlverfahren – oft ist dies insgesamt zweimal möglich. Voraussetzung hierfür ist, dass die allgemeinen Zulassungskriterien für Humanmedizin im Herkunftsland erfüllt sind. Für deutsche Bewerber entfällt dabei der Umweg über die Stiftung für Hochschulzulassung, da sie direkt an den Auswahlverfahren der privaten Hochschulen teilnehmen können.
Das Medizinstudium in Deutschland ist klar strukturiert und gliedert sich in Vorklinik, Klinik und das Praktische Jahr. Während in der Vorklinik naturwissenschaftliche Grundlagen vermittelt werden und in der Klinik der Fokus auf medizinischen Fächern liegt, dient das Praktische Jahr dazu, praktische Erfahrungen zu sammeln. Einige private Hochschulen bieten zudem Modellstudiengänge an, bei denen Theorie und Praxis frühzeitig miteinander verknüpft werden – was den Patientenkontakt von Beginn an fördert.
Ergänzend dazu setzt das Problem-based Learning (PBL) auf die Arbeit in kleinen Gruppen an konkreten Fallbeispielen, um eigenständiges Lernen und eine optimale Vorbereitung auf den Berufsalltag zu gewährleisten. Insgesamt ist das Curriculum an Privatunis kompakt und praxisorientiert, sodass die Studierenden effektiv auf das Staatsexamen und ihre spätere Tätigkeit als Arzt vorbereitet werden.
Praktika und Famulaturen sind wesentliche Bestandteile des Medizinstudiums, da sie es ermöglichen, das theoretisch erlernte Wissen direkt in der Praxis anzuwenden.
Sowohl an staatlichen als auch an privaten Hochschulen sind diese praktischen Abschnitte fest im Curriculum integriert. An vielen Privatunis wird jedoch oft ein besonders intensiver Praxisbezug angestrebt, um die Verzahnung von Theorie und Praxis noch enger zu gestalten.
Neben der klassischen Theorie und praktischen Ausbildung werden zudem wichtige Kompetenzen wie Kommunikation und Teamfähigkeit gefördert, sodass die Studierenden optimal auf ihre zukünftige Tätigkeit als Ärzte vorbereitet werden.
Ein Medizinstudium an einer Privatuniversität ist mit erheblichen Kosten verbunden. Die Studiengebühren variieren je nach Hochschule und liegen meist zwischen 10.000 und 20.000 Euro pro Semester.
Hinzu kommen noch Semesterbeiträge und Lebenshaltungskosten. An der Universität Witten/Herdecke betragen die Studiengebühren beispielsweise rund 10.000 Euro pro Semester, während an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Nürnberg (PMU) 20.600 Euro pro Semester fällig werden.
Einige private Hochschulen bieten Modelle an, bei denen Kooperationen mit Kliniken zu Vergünstigungen bei den Studiengebühren führen können. Im Rahmen solcher Modelle verpflichten sich Studierende, nach ihrem Abschluss für einen festgelegten Zeitraum in der kooperierenden Klinik zu arbeiten.
So bietet beispielsweise die Medizinische Hochschule Brandenburg über einen entsprechenden Vertrag die Möglichkeit, die Gesamtkosten – die ohne diesen Vertrag rund 118.000 Euro betragen würden – zu senken.
Neben Studienkrediten und Stipendien gibt es noch weitere Finanzierungsmöglichkeiten für das Medizinstudium an Privatunis:
Ein Medizinstudium an einer Privatuniversität bietet vielfältige Möglichkeiten für den Berufseinstieg. Durch die praxisnahe Ausbildung und die enge Kooperation mit Kliniken werden die Studierenden gut auf die Herausforderungen des Berufsalltags als Assistenzärzte vorbereitet. Das Studium legt somit den Grundstein für einen erfolgreichen Start in die ärztliche Laufbahn, indem es neben theoretischem Wissen vor allem praktische Kompetenzen vermittelt, die im späteren Berufsleben von großer Bedeutung sind.
Nach dem Medizinstudium stehen Absolventen zahlreiche Karrierewege offen. Viele entscheiden sich für eine Facharztausbildung, um sich zu spezialisieren, und auch eine Promotion ist attraktiv, um sich weiter zu qualifizieren.
Absolventen privater Hochschulen profitieren durch ihre praxisnahe Ausbildung und die intensiven klinischen Erfahrungen, die sie während des Studiums sammeln. Dadurch sind sie gut auf den Berufsalltag vorbereitet und haben – wie alle Ärzte – vielversprechende berufliche Perspektiven. Neben der klassischen Patientenversorgung eröffnen sich Tätigkeiten in Forschung, Lehre oder im Gesundheitsmanagement. Mit einem Medizinstudium an einer Privatuniversität stehen Absolventen vielfältige Möglichkeiten offen, einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Versorgung zu leisten.
Ein entscheidender Vorteil eines Medizinstudiums an einer Privatuniversität sind die hervorragenden Netzwerkmöglichkeiten. Durch die enge Zusammenarbeit mit Kliniken und die praxisnahe Ausbildung können Studierende bereits früh wertvolle Kontakte knüpfen. Der Austausch mit Alumni, die bereits erfolgreich im Beruf stehen, unterstützt sie bei der Karriereplanung.
Viele private Hochschulen bieten spezielle Karriere-Events und Mentoringprogramme an, die den optimalen Berufseinstieg fördern. Die individuelle Betreuung und die persönliche Atmosphäre an diesen Hochschulen tragen dazu bei, langfristige Verbindungen aufzubauen, die auch nach dem Studium von großer Bedeutung sind.
Ein Medizinstudium im Ausland ermöglicht es, den Traumberuf zu ergreifen, auch ohne hervorragendes Abitur. In Ländern wie Ungarn, Polen, Rumänien, Kroatien und der Slowakei ist dies ohne NC möglich. Die Zulassungsverfahren an diesen renommierten Universitäten unterscheiden sich deutlich von denen in Deutschland. Sie bieten eine attraktive Alternative für Studieninteressierte.
FutureDoctor fungiert als erfahrener Partner bei der Suche nach einem Medizinstudium im Ausland. Mit einem umfangreichen Netzwerk an über 19 Partneruniversitäten in Europa unterstützt FutureDOCTOR bei der Auswahl der passenden Universität und dem Zulassungsverfahren. Durch individuelle Beratung zur Fächerwahl und zum Studienverlauf finden Studierwillige den optimalen Weg ins Medizinstudium.
Die Erfolgsquote von FutureDoctor bei der Platzvermittlung liegt über 95 %. Mehr als 1.000 Studierende wurden bereits erfolgreich an eine Universität im EU-Ausland vermittelt. Die Studiengebühren variieren je nach Land und Institution, liegen jedoch meist zwischen 7.500 und 20.000 Euro pro Jahr. Ein Studium ohne Wartezeit und gute Karrierechancen nach dem Abschluss sind dabei die Versprechen.
Wer Medizin im Ausland studieren möchte, erhält bei Futuredoctor die notwendige Unterstützung. Das Team begleitet die Bewerber von der Auswahl der Universität bis zur Finanzierung des Studiums. So können auch Bewerber ohne perfekten NC ihren Traum vom Medizinstudium verwirklichen.